Mittwoch, 17. August 2016

Experimente

Es ist ja so. Ich färbe meine Wolle bunt. Darum nennt sich mein Kleinunternehmen auch Buntfaden. Bunte Fäden bergen Überraschungen. Es ist ganz und gar unmöglich vorherzusagen, wie die gefärbte Wolle aussieht, wenn sie verstrickt ist (außer natürlich, dass es ganz bestimmt ganz wunderhübsch anzusehen sein wird). Da spielen viele Faktoren eine Rolle:

a) Was wird gestrickt?
b) Wieviel Maschen werden pro Reihe gestrickt?
c) Mit welcher Nadelstärke wird gestrickt?
d) Wird locker oder fest gestrickt?

Wenn ich meine Buntfäden verkaufe, weiß ich all das nicht, also verkaufe ich nicht nur bunte Fäden, sondern die Überraschung gleich mit dazu.
Ein kleines bisschen Berechenbarkeit kann man aber schon beisteuern. Und genau daran experimentiere ich zur Zeit herum. Wenn bei einer gewissen Stranglänge bzw. Strangumfang die Farben gegenüberliegend platziert werden und dann eine gewisse Maschenzahl angeschlagen wird, dann kann es passieren, dass sich aus dem Buntfaden interessante großflächigere Musterungen bilden. Leider sind die Stränge, die ich als "Rohware" verwende, dafür zu kurz gewickelt. Also musste eine Haspel her. Nun haspel ich herum und bin gespannt, ob alles so funktioniert.


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